OnkologieOnkologie

 

Die Onkologie beschäftigt sich mit der Behandlung von Tumorerkrankungen.

Als Tumor wird in der Medizin jegliche Art von Umfangsvermehrung bezeichnet, also auch Anschwellungen aufgrund von Entzündungen, Abszessen, Hämatomen usw.  Im allgemeinen Sprachgebrauch  versteht man unter Tumor aber eine Gewebezubildung, die auch Neoplasie genannt wird. Diese  entsteht, wenn Zellen eines Gewebes (z.B. Haut, Milchdrüse,..) anfangen unkontrolliert zu wachsen. Wieso Zellen damit beginnen  ist ein komplexes Geschehen, bei dem viele verschiedene Faktoren mitbeteiligt sind (genetische Aspekte, Alterungsprozesse, Kontakt mit bestimmten Substanzen, hormoneller Status, UV-Licht, Viren,…).

 

Wie erkenne ich ob mein Tier einen Tumor/Neoplasie hat?

Neoplasien können in jedem Gewebe und Organ auftreten.  Veränderungen an der Haut können bereits beim Streicheln erkannt werden, meistens fühlt man weiche bis harte Knoten in oder unter der Haut.  Auch die Milchleiste, also der Bereich der Zitzen, sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Tipp: Nutzen Sie die Schmusestunde um Ihr Tier sorgfältig abzutasten und so mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Bösartige Tumore wachsen und metastieren zum Teil sehr schnell –je früher man eine Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten kann, desto günstiger stehen die Chancen. Zögern Sie deshalb bitte nicht und vereinbaren Sie einen Termin, wenn Ihnen Veränderungen am Ihrem Tier auffallen.

Neoplasien der inneren Organe hingegen sind schwieriger zu erkennen. Je nachdem welches Organ betroffen ist, variieren die Symptome zum Teil erheblich und können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. In diesen Fällen kann nur durch weiterführende Untersuchungen (z.B. Ultraschall, Endoskopie, Blutuntersuchung) das Geschehen weiter abgeklärt werden.

 

Bei meinen Tier wurde ein Tumor/Neoplasie festgestellt – was nun?

Zu erfahren, dass das eigene Tier einen Tumor hat, ist für die meisten Menschen ein großer Schock.  Wir verstehen, wie verwirrend, stressvoll und überwältigend es ist, mit dieser Diagnose konfrontiert zu werden.  

Neoplasien werden in zwei große Gruppen unterteil: gutartige (benign) und bösartige (malign).

Gutartige Neoplasien zeigen nur ein begrenztes Wachstum und neigen nicht zur Metastasierung (Metastasierung bedeutet die Streuung und Ansiedlung des Tumors in andere Organe), können aber zum Teil durch ihre Lage und Größe Probleme verursachen. Bösartige Neoplasien werden in der Humanmedizin auch als Krebs bezeichnet. Sie wachsen invasiv, zerstören das umliegende Gewebe und neigen zu Metastasierung (z.B. in die Lunge). Daneben gibt es auch noch Mischformen.

Um eine gesicherte Aussage treffen zu können, ob und um welche Art von Neoplasie es sich handelt, ist es notwendig eine Biopsie zu nehmen.  Dazu gibt es verschieden Möglichkeiten, unser Ärzteteam berät Sie gerne, welche im jeweiligen Fall die sinnvollste Methode ist.

 

Warum ist es wichtig eine Biopsie zu nehmen?

Nur durch Tasten kann man nicht erkennen um welchen Tumor es sich handelt. Die Therapie, Prognose und die Entscheidung, ob weitere Untersuchungen (z.B. Lungenröntgen) notwendig sind, hängt aber stark von der Art des Tumors ab.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

·         Chirurgie - Ziel der Chirurgie ist es, so viel wie möglich vom Tumor zu entfernen, im Idealfall den gesamten Tumor. 
          Es ist auch möglich eine chirurgische Entfernung vor oder nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung durchzuführen.

·         Chemotherapie - Bei der Chemotherapie werden Medikamente verwendet, die die Tumorzellen schädigen und deren
          Wachstum hemmen. In den meisten Fällen wird eine Kombination verschiedener solcher Medikamente verwendet.
          Im Vergleich zur Humanmedizin sind die Nebenwirkungen bei Hunden und Katzen geringer.

·         Bestrahlung - Bei der Bestrahlung werden energiereiche Strahlen verwendet, um die Tumorzellen zu zerstören.
          Die Tumorzellen werden so an der Vermehrung gehindert, während die Schäden an normalen Zellen möglichst
          gering gehalten werden.

·         Immuntherapie - Nutzt das Immunsystem des Patienten, um die Tumorzellen zu bekämpfen und kann unterstützend 
          zu den anderen Therapieoptionen angewendet werden.