OhrenuntersuchungOhrenuntersuchung

Erste Hinweise  darauf, daß ihr Tier möglicherweise an einer Ohrenerkrankung leidet, sind:

- Schiefhalten des Kopfes  bzw. Anlegen eines Ohren

- Ohren- bzw. Kopfschütteln

- Kratzen an den Ohren

- Gerötete Ohrmuschel

- Geröteter und verschwollener Gehörgang

- Vermehrtes, dunkles oder sogar eitriges Ohrenschmalz

- Unangenehmer  Geruch aus dem Ohr

Oft ist von der Erkrankung  nur das äußere Ohr (d.h. der Teil von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell)  betroffen. Gründe für diese sogenannte Otitis externa sind z.B.

- Ohrmilbenbefall (häufiger bei der Katze als beim Hund)

- Entzündungen aufgrund von Hefepilzen (sog. Malassetien) und Bakterien,

- Futtermittelunverträglichkeiten, Atopien

- eingedrungene Fremdkörper (z.B. sog. Schliafhansl = Grannen der Mäusegerste).

Prädisponierende Faktoren für eine solche Otitis externa sind Hängeohren, Haare im Gehörgang, ein enger Gehörgang, aber auch übertriebene oder sogar falsche Ohrenpflege durch den Besitzer (z.B. mit Wattestäbchen).

Sind auch Mittel- oder Innenohr betroffen (mglw. durch das Fortschreiten einer unbehandelten Otitis externa)  zeigt das Tier neben den oben genannten Symptomen meist auch Fieber, Mattigkeit , Fressunlust, sowie ein  andauerndes Schiefhalten des Kopfes.

In allen Fällen empfiehlt es sich, Ihren Tierarzt aufzusuchen, der  mit einem geeigneten Instrument (Otoskop genannt), das Ohr bis zum Trommelfell genau untersuchen kann.

Falls der Verdacht auf einen Fremdkörper besteht, kann in einer Kurznarkose mittels Endoskopie  der Fremdkörper genau lokalisiert und schonend entfernt werden. Sollte der Verdacht auf Erkrankungen des Mittel-  oder Innenohres bestehen, werden auch Röntgenuntersuchungen angefertigt.

Je nach erstellter Diagnose  wir eine geeignete Therapie speziell  für ihr Tier zusammengestellt. Schlimmstenfalls kann bei langjährigen chronischen Otitiden aber auch eine Operation notwendig werden.

Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollten Sie bereits bei den ersten Anzeichen einer Ohrenerkrankung ihr Tier  untersuchen lassen. So ist eine gute Chance gegeben, daß die Ohrenerkrankung nicht chronisch wird und ausheilt.